Unser eigener kleiner Wald

Als wir die Kate zum ersten mal sahen, war sie eine Ruine, von deren Sanierung uns alle, selbst der Makler, abrieten. Hier haben wir mehr davon erzählt. Aber was uns von Anfang an bezauberte und den Ausschlag dafür gab, das Abenteuer der Sanierung anzugehen, war das Grundstück, das zur Kate gehört und das aus einer riesigen Wiese und Wald besteht. Aber nicht einem geraden, vom Förster unterhaltenem Wald, sondern einer Schlucht, durch die sich der Lachsbach schlängelt und die schon seit Jahrhunderten ziemlich in Ruhe gelassen wird. 


Es lohnt sich nicht, hier Holz zu schlagen und daher kann die Natur sich hier frei entfalten. Und der Bach, der manchmal nur ein Rinnsal, dann wieder ein reißender Strom ist, verändert fortwährend seine Form und seinen Lauf. Mal entsteht hier eine kleine Insel, dann wieder dort. Auf er kleinen Insel hier auf dem Bild, wachsen im Frühjahr Schneeglöckchen und später - wie in der ganzen Schlucht, weiße und gelbe Buschwindröschen. 

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Mein Lieblingsplatz ist die Halbinsel auf dem obersten Bild - hier ist die Schlucht rund wie eine Kathedrale, es geht an allen Seiten hoch und man ist vollkommen von der hektischen Neuzeit abgeschlossen, hört nur den Bach und die Vögel. Arthur hat aus Baumstämmen eine kleine Bank gebaut, auf der es sich herrlich träumen lässt. 

Im Frühling wachsen hier Schlüsselblumen, im Mai duftet der ganze Wald nach Waldmeister. Und Kinder können hier nach Herzenslust Dämme bauen - wenn der Bach nicht gerade nach einem Unwetter zum wüsten Strom geworden ist, dann sollte man ihm mit Respekt begegnen. Aber das ist nur ein paar mal im Jahr, meistens ist der Bach genau richtig zum Über-Steine-Laufen, Selbst-gebastelte-Flöße-treiben-lassen und Fröschlein beobachten. 





Der Wald ist in allen Jahreszeiten wunderschön:


  • Im Winter, wenn an den in den Bach hängenden Ästen Eiszapfen entstehen oder der Bach als dunkle Ader durch den weißgeschneiten Wald fließt. 
  • Im Frühling, wenn die Schneeglöckchen und Buschwindröschen blühen und die Vögel wieder fleißig Nester bauen oder wie der Specht Höhlen klopfen. 
  • Im Sommer, wenn es draußen heiß und hell, im Wald aber wunderbar kühl und erfrischen ist und die Sonnenstrahlen durch das dann dichte Laub brechen.
  • Und im Herbst, wenn der Wald Farbe annimmt und der ganze Wald nach Laub und Pilzen duftet. 






Übrigens liegt die Kate am Wanderweg, der durch den Glindewald nach Kasseedorf und Eutin oder Richtung Stolpe und Neustadt führt. Die Wanderung nach Kasseedorf haben wir hier beschrieben.